Die Pädagogische Insel

Mit Beginn des neuen Schuljahres in Schleswig-Holstein wurde ein Schulsozialarbeiter eingestellt, der unter anderem die Pädagogische Insel eingerichtet hat. Die Insel stellt einen Rückzugsraum für die Kinder an der Schule dar, welche aus aktuellem Anlass kurz-
fristig nicht am Regelunterricht teilnehmen können. Mussten in der Vergangenheit Konflikte im Unterricht zwischen Lehrkraft und Kind direkt beendet werden
- auch im Interesse des gesamten Unterrichtes - besteht nun die Möglichkeit, den akuten Streit in die Insel zu verlagern.

Das jeweilige Kind kann den geschützten Raum aufsuchen, bzw. die jeweilige Lehrkraft kann ein Kind zur Insel schicken, um den beginnenden Streit frühzeitig und ohne direkte Konsequenzen zu beenden.

Die Handlungsmöglichkeiten aller Beteiligten werden dadurch erheblich erweitert, der schulische Druck hat ein weiteres Ventil gefunden.

Innerhalb dieser Pädagogischen Insel versucht der Schulsozialarbeiter, einen Zugang zum Kind über das Gespräch zu erreichen. Beruhigung der aktuellen Situation, Herstellung der Gesprächsbereitschaft und vor allem die Analyse des eigenen Handelns bzw Alternativen dazu werden erörtet. Im Nachgang wird ein erläuterndes Gespräch mit der jeweiligen Lehrkraft geführt, um auch an dieser Stelle andere Varianten des Handelns zu erörtern.

Aufgabe der Schulsozialarbeit ist auch, eine Schnittstelle zwischen den den verschiedensten Anbietern sozialer, kultureller und behördlicher Leistungen und Schule darzustellen.

Dies bedeutet inhaltlich eine enge Zusammenarbeit mit Vereinen, sozialen Dienstleistern und dem Jugendamt.

 

Darüber hinaus steht die Schulsozialarbeit für eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern!

Elterngespräche mit Lehrkraft, Erziehungsberatung und allgemeine Fragen zur Entwicklung des Kindes oder der eigenen Situation sind ein besonderer Schwerpunkt der Schulsozialarbeit an der RGH Lunden. In Verbindung mit der Offenen Ganztags-
schule werden Freizeitangebote - auch und gerade in den Ferien - unterbreitet, die es sowohl Kindern wie auch Eltern ermöglicht, Schule als einen Ort zu erleben, der neben Anforderungen auch ein Menge Spaß machen kann.

Zur Person des Schulsozialarbeiters

Damit Ihnen als Eltern bekannt ist, wem Sie Ihre Kinder überlassen, kurz einige Informationen über meine Person:

Mein Name ist Detlef Neuenfeldt, geb. 1961 in Elmshorn. Ich bin verheiratet und habe zwei Stief-, sowie zwei leibliche Kinder (Alter von 28 bis 10 Jahren).

Seit 1982 war ich erst als Erzieher (Kindergarten, Altenpflege, Haus der Jugend, Erziehungsheim „Rauhes Haus - Hamburg”) und dann ab 1991 als Sozialpädagoge in der Stadt Schenefeld (bei Hamburg) tätig.

Letzte Schwerpunkte: Schuldnerberatung, Wohnunglosenbetreuung, Bauleitplanung für sozialen Wohnungbau, Aufbau Stadtteilbüro mit Schnittstelle zur Schule.

Im Jahr 1998 war ich als Privatdozent an der Fachhochschule Kiel tätig und veröffentlichte im selben Jahr ein Fachbuch zur Schuldnerberatung.